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EMail Marketing perfektionieren – 6 hilfreiche Tipps

Immer noch unangefochten die Nr. 1 – EMail Marketing

EMail Marketing – auf der einen Seite ein sehr beliebtes Tool für Marketer, auf der anderen Seite wird sehr oft darüber diskutiert. Wenn man selbst schon keine Lust hat mit EMails bombadiert zu werden, warum sollten sich dann andere darüber freuen? Es gibt viele Anbieter, die für EMail Marketing ein sehr gutes Framework anbieten, bspw. Mailchimp.

In Wahrheit liegt es eher an den meisten Marketern, dass EMail Marketing so einen schlechten Ruf hat. Ein sehr gutes Beispiel kann ich auch sofort anbringen: Ich erhalte täglich einen EMail von einer bestimmten Person, die mir anbietet ich könne innerhalb von nur 3 Wochen 3kg Fett verbrennen – ganz einfach. Tja, das Problem ist nur, dass ich 4-5x die Woche ins Fitnessstudio gehe und so alles in allem eigentlich ganz zufrieden mit meinem Körper bin.

Und hier haben wir auch schon das Problem – ungezieltes EMail Marketing hinterlässt nur Kopfschütteln und verbrannten Boden für alle anderen. Aber wie kommt das? Zumeist handelt es sich um Marketer, die ein schlaues Buch gelesen haben, sich aber mit der zentralen Frage im Online Marketing überhaupt nicht auseinander gesetzt haben: Welchen Schmerz hat mein Kunde? Welches Problem hat mein Kunde? Und ganz besonders: Wie kann ich ihm helfen das Problem zu lösen oder den Schmerz zu beseitigen?

Nun muss man sich natürlich als Marketer überlegen, ob man die „Schrotflinten-Taktik“ benutzt und auf alles mit EMails schießt, was sich bewegt – oder ob man sich als „Sniper“ auf die Lauer legt und gezielt mit seiner EMail tatsächliche Interessenten aufs Korn nimmt. Ich kann schon einmal so viel verraten: Die Schrotflinten-Taktik ist Müll! Aber wie funktioniert denn nun ein gutes EMail Marketing?

Kommen wir nun zu den 10 wichtigsten Punkten, auf die man achten muss – sonst geht’s schief:

1. Was genau springt denn für mich dabei raus?

Hier gibt es wirklich nur eine richtige Methode: Nach der Begrüßung direkt dem Interessenten (oder auch Prospect genannt) mitteilen, was er überhaupt von dem Produkt oder der Dienstleistung hat. Dabei gibt es wie beim Sales Letter grundsätzlich 3 verschiedene Methoden wie man schnell zur aussagekräftigen Headline kommt. Moment mal… Headline? Japp genau. Der erste Satz, den der Prospect liest, sollte wie eine Headline aufgebaut sein und später in der Landing Page gespiegelt werden – Stichwort: Message Match.

Was sind die 3 Methoden?

  • Soziale Anerkennung (dem Prospect soziale Anerkennung verschaffen)
  • Bedrohung (dem Prospect eine bedrohliche Situation vor Augen führen)
  • Mehrwert (dem Prospect den Nutzen verdeutlichen)

Der letzte Punkt (Mehrwert) kann der Sozialen Anerkennung und Bedrohung als Nebensatz beigefügt werden. Diese Methode hat sich in der Vergangenheit sehr gut bewehrt und führt zu einer verstärkten Aufmerksamkeit. Der Grund ist ganz einfach: Man hat im Durchschnitt 2-3 Sekunden Zeit, um den Prospect davon zu überzeugen, dass seine kostbare Zeit nicht verschwendet wird!

2. Handy EMail Marketing vs. PC EMail Marketing

Kurz dazwischen gepackt: EMail Marketing auf dem Handy funktioniert anders als wenn der Prospect vor seinem PC sitzt. Im Posteingang oder Hub eines Handys werden entweder nur der Betreff angezeigt oder maximal der Betreff plus ein kleiner Auszug des eigentlichen Bodys der EMail. Bevor nun ein Handy Nutzer sich dazu entscheidet entweder die EMail zu öffnen oder zu löschen muss dessen Aufmerksamkeit direkt angepeilt werden. Ohne Umschweife. Hier einmal ein negatives Beispiel von meinem EMail Account:

Abgesehen davon, dass ich nicht einmal ansatzweise der richtige Prospect für diese Art von Produkten bin, ist dieser Newsletter einfach nur schlecht. Die Headline „Angebote von geprüften Treppenlift-Fachhändlern vergleichen und sparen“ ist suggestiv nicht einmal ein richiger Call2Action. Das „100% kostenlos“ interessiert zunächst einmal überhaupt nicht. Da das ganze als Bild versendet wird, gibt es in meiner Kurzvorschau auf meinem Handy keine Anzeige.

Und im Betreff steht „Ihr Treppenlift-Angebot„. Das erste, was ich denke ist: „Häh, ich hab keine Anfrage für ein Treppenlist rausgehauen. Was soll das?!“ Also lösche ich diese EMail ohne weiter darüber nachzudenken. Bis zum eigentlich Call2Action „Jetzt kostenlos 3 Angebote vergleichen“ komme ich erst gar nicht. Wozu auch? Man, ich könnte mich stundenlang über dieses schlechte EMail Marketing auslassen 🙂 Es ist sehr wichtig kurz und gut die richtigten Keywords zu setzen!

3. Vorsicht vor schlechter Grammatik!

Oh mein Gott, jetzt kommt die Deutsch-Polizei! Ja genau, denn wie will man sich in bestimmten Nichen als Experte etablieren, wenn man nicht einmal in der Lage ist auch nur einen simplen Satz ohne Fehler zu schreiben. Das klingt etwas hart, zugegeben. Es geht hierbei auch nicht um Blogging. Beim Bloggen können sich Fehler einschleichen und das ist auch nicht weiter tragisch. Es geht hier vor allem um den richtigen Content und wenn man das als Hobby macht, alles gut! Aber in einem EMail Marketing Ansatz ist es wichtig neben der Grammatik besonders auf Rechtschreibfehler zu achten. Dies beginnt schon bei der Ansprache.

Wenn man personalisierte EMails schreibt: nicht den Namen falsch schreiben! Die EMail wird in mehr als 75% der Fälle einfach gelöscht. Der Inhalt ist für den Prospect nicht mehr interessant. Ebenso verhält es sich mit der Rechtschreibung von Schlagwörtern oder der Nutzung der falschen Grammatik. Psychologisch gesehen ist das sehr einfach begründet. Ich versuche Vertrauen aufzubauen und dem Prospect zu verdeutlichen, dass es sich bei meiner Person um einen Experten handelt der Probleme für den Prospect löst. Wenn ich anschließend beweise, dass ich nicht einmal in der Lage bin einen vernünftigen Satz fehlerfrei zu beenden – verliere ich das Vertrauen des Prospects oder kann es gar nicht erst aufbauen. So einfach ist das!

4. Erschaffe einen Sog von Emotionen

Wie schafft man das? Zunächst einmal muss das Problem des Prospects identifiziert werden. Sobald es identifiziert wurde, wird es in der EMail direkt angesprochen. Die Formulierung sollte als Frage eingebaut werden und nicht als Aussage. Eine Aussage hat immer so etwas endgültiges. Anschließend wird das Problem weiter ausgeführt und es findet eine Verschlimmerung statt. Als letzten Schritt zeigt man die Lösung und ganz wichtig: Zeig dem Prospect, dass es nicht seine Schuld ist, sondern die Schuld bei anderen liegt. Warum? Schuldzuweisungen führen nur zu einem Ablehnungsverhalten. Ein kurzes (plumpes) Beispiel:

  • Problem identifizieren und ansprechen: Kein Spaß mehr an der Arbeit?
  • Verschlimmerung: Du hast zu lange den Laufboten für deinen Chef gespielt.
  • Lösung des Problems: Mit der XYZ Methode kannst du endlich finanzielle Freiheit erlangen!

Ganz genau – hierbei handelt es sich um eine Kombination aus „Bedrohung“ und „Nutzen“.

5. Der richtige Call-to-Action – kein Gelaber!

Ein Call-to-Action (oder Call2Action) ist nicht nur eine Handlungsempfehlung, sondern ruft den Prospect dazu auf eine bestimmte Handlung zu vollziehen. Die meisten Call2Actions sind Buttons mit einem bestimmten Text: „Kaufen Sie jetzt!“ oder „Jetzt informieren!“. Wichtig dabei ist, dass der Call2Action Text so kurz wie möglich und dabei prägnant ist. Kein Gelaber, keine langen Formulierungen. Hier gilt wirklich: kurz ist gut. Im obigen Beispiel ist der Call2Action Button mit reichlich Text gefüllt: „Jetzt kostenlos 3 Angebote vergleichen“. Eigentlich ist der Text viel zu lang. Unterstützt werden kann ein solcher Call2Action Button mit einer ansprechenden Grafik, bspw. ein Pfeil der direkt darauf zeigt.

6. Das richtige Ende einer Email

Bei einer EMail handelt es sich nicht um einen Sales Letter – das sollte jedem klar sein! Daher reduziert man die Inhalte auf ein Minimum und nimmt nicht zu viel aus dem Sales Letter mit rein. Kurz und prägnant muss allerdings auch der Schluss einer EMail sein. Allerdings nicht zu kurz. Ein „Danke“ gefolgt von dem eigenen Namen – vergessen! Wer auf Buddy macht – der kann leicht im Papierkorb landen. Immer daran denken: DU bist ein Experte.

Und Experten verabschieden sich auf einem entsprechenden Niveau. Ein „Vielen Dank im Voraus“ sollte da mindestens schon drin sein. Oft wird es auch als sehr höflich angesehen, wenn man sich für die „genutzte Zeit“ bedankt und damit darauf aufmerksam macht: Hey, ich weiß ganz genau TIME IS MONEY! Also ist ein „Vielen Dank für Ihre/ Deine Zeit!“ auch ein guter Ansatz.

Es ist natürlich nicht leicht ein perfektes EMail Marketing zu betrieben und es kommt letztendlich auch immer auf die Zielgruppe an. Letztendlich ist es nur ein Tool von vielen im Bereich Online Marketing. Aber einen Tipp möchte ich den selbsternannten EMail Strategen mit auf den Weg geben: Hört endlich auf mich mit Katzennahrung versorgen zu wollen – ich habe definitiv kein Katze!

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