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Feinde Machen! Schluss mit Lustig!

Aufmerksamkeit durch gezielten Feind-Kontakt!

Sich Feinde machen als Online Marketing Strategie – habt ihr noch alle Latten am Zaun? Ich will das die Leute mich toll finden und lieben… Ja dann geh doch zum Strickkurs, du Warmduscher! Manchmal muss man ordentlich für Wind sorgen – nein wir wollen einen Sturm. Einen Sturm der Aufmerksamkeit. Und den wollen wir um jeden Preis. Jetzt ist Krieg!

Ich weiß, viele denken nun, dass wir einfach verrückt geworden sind. Vielleicht sind wir ein wenig masochistisch. Kann sein. Aber im Grunde geht es bei es hier um Growth Hacking im Online Marketing. Es gibt einige andere Methoden, aber wir wollen uns mal ein wenig der Guerilla Taktik bedienen. Die Frage ist also: Wie schaffe ich es ein hohes Aufmerksamkeitslevel zu erreichen. So hoch, dass ein unserer Beiträge viral geht?

Die Antwort: ich erschaffe eine Kontroverse – eine erhitzte Diskussion zu einem bestimmten Thema. Und dabei trigger ich eine bestimmte Interessensgruppe, die als Gegenpol zu dem stehen, was ich behaupte. Ein kurzes Beispiel: ich weiß, dass es die PETA gibt. Diese sind gegen Pelze. Ok. Was noch, ach ja, es sind auch noch Veggies. Und nun schreibe ich einen Artikel, dass Pelze zu unserer Kultur gehören und die PETA einfach nur Schrott ist.

Was passiert? Ich starte eine Kontroverse. Eine Seite wird den Artikel in der Luft zerreißen, aber es wird ebenfalls ein Gegenpol entstehen. Dort werden sich Leute dazu äußern, dass ich Recht habe. Das Prinzip ist simpel? Nein, denn man muss höllisch aufpassen bei „Feinde machen“ – dass man nicht auf einmal der Feind von jedermann ist 😉 – Und noch kurz nachgeschoben: ICH HABE EBENFALLS WAS GEGEN PELZ! IST NUR EIN BEISPIEL!

Aber es gibt auch bessere Beispiele, die kontrovers diskutiert werden – jetzt schon. Es ist wichtig sich eine Kontroverse anhand eines Trends aufzubauen. Dazu benötigt man eine entsprechende Keyword Recherche. Ein hilfreiches Tool um „Feinde Machen“ als Strategie anzuvisieren und herauszufinden wo Kontroversen stattfinden ist Google Trends. Das reicht schon aus um einen ersten Eindruck zu erlagen. Einfach mal auf Google Trends gehen und mal umschauen, welche Themen derzeit aktiv in der Google Suche auftauchen: G20-Gipfel in Hamburg, Volkswagen AG Betrug, Donald Trump, etc. Gerade bei dem Thema „Volkswagen AG Betrug“ gibt es wöchentlich neue Schlagzeilen, die für Aufsehen sorgen und die Gemüter erhitzen.

Einfach mal einen Beitrag zum Thema „Volkswagen AG Betrug“ veröffentlichen, wo man sich positiv dazu äußert – die Reaktionen sind schnell und sehr interessant. Aber daran denken: Die Headline muss für Aufsehen sorgen. Zum Beispiel: „Der Volkswagen Abgasskandal – Danke VW für viele Jahre des Esportbooms!“ – na wenn das nicht eine Diskussion auslöst… Aber natürlich gibt es auch hier ein paar Regeln zu beachten – „Feinde Machen“ auf hohem Niveau:

Erst denken, dann reden!

Zunächst einmal muss man sich die Frage stellen: Welche Parteien wird es bei der Kontroverse geben? Wer wird meine These unterstützen (Supporter)? Ist die Anzahl der Supporter größer als der Gegner? Und vor allem – warum werde ich unterstützt?

Im Grunde spielt also das Verhältnis Feinde vs. Verbündete eine große Rolle. Das Ziel ist es sich Feinde zu machen aber dadurch eben auch eine hohe Anzahl an Verbündeten zu generieren. Gibt es dazu auch Beispiele aus der Praxis? Ja aber selbstverständlich. Aber nehmen wir mal etwas ohne direkten Themenbezug zum Marketing. Nehmen wir einmal ein Beispiel aus der Musikszene.

Und hier speziell aus der Rapszene. Kurz vor Albumrelease eines Rappers kann man immer wieder beobachten, dass plötzlich dieser Rapper nach Streit mit anderen Rappern sucht. Es kommt zu so genannten Disstracks, wo dann eifrig hin und her gewettert wird. Dadurch ergeben sich bestimmte Fronten, Feinde & Verbündete in Form von Fans. Und diese pushen dann das Thema auf Youtube, in Foren, etc. Auf diese Weise wird der Rapper sein Albumrelease promoten – und die Absatzzahlen werden steigen. Das ist ein Fakt. Hinter dieses Aktionen steht eine ordentlich vorbereitete Marketing Strategie. Also: nicht einfach drauf los – erst denken, dann reden!

Was man tun sollte & was man lassen sollte!

  • ZDF – Zahlen, Daten, Fakten. Untermauere deine Statements mit Zahlen, Daten, Fakten
  • Zeichne ein Big Picture – versuche dich nicht auf nur ein Argument zu versteifen
  • Suche Influencer – beziehe Leute in die Kontroverse mit ein deren Meinung wirklich zählt
  • Richtig Provozieren – provoziere nicht nur um zu provozieren, es sollte Hand und Fuß haben
  • Windmühlen – nicht jedes Thema kann vernünftig diskutiert werden, sei kein Don Quijote!
  • Nicht aufgeben – man braucht schon ein wenig Zeit um genug Aufmerksamkeit zu erregen
  • Professionalität – keine Beschimpfungen oder sonstige Entgleisungen bei dir zulassen!
  • Mal 5 gerade sein lassen – nicht jeden mit Fakten in die Knie zwingen sondern supporten

An dieser Stelle kann ich nur sagen: einfach mal ausprobieren. Schreibt eure Erfahrungen ruhig hier in die Comments. Ich für meinen Teil werde am Wochenende mal schauen, was für eine Kontroverse sich auslösen lässt. Vielleicht schreibe ich mal 3 Artikel zu bestimmten Themen und lasse diese über Facebook & Co. laufen – die Ergebnisse poste ich dann nochmal hier. Bin mal gespannt!

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