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Influencer Marketing zu 100% richtig umgesetzt

Wie man Influencer findet und richtig nutzt…

Influencer Marketing ist ein wichtiger Bestandteil im Online Marketing. Warum? Weil Influencer, also Beeinflusser, einen sehr großen Einfluss auf eine bestimmte Gruppe haben und diesen Einfluss entsprechend einsetzen, um bestimmte monetäre wie nicht-monetäre Ziele zu erreichen. Sei es Youtube, die Product Placement betreiben. Oder Celebrities, die Product Placement bei Facebook oder Instagram als Zusatzverdienst für sich erkannt haben.

Aber wie kann man Influencer für sich nutzen und wie findet man diese überhaupt? Das sind zwei der Kernfragen mit denen sich Influencer Marketing beschäftigt. In diesem Artikel geben wir eine Antwort auf beide Fragen und damit einen kleinen Einblick in das Instrument: Incluencer Marketing.

Es gibt grundsätzlich drei Möglichkeiten um Influencer für sich selbst zu nutzen. Die erste Möglichkeit ist relativ simpel: Man bezahlt Influencer um ihren Einfluss auf eine bestimmte Gruppe geltend zu machen. Es gibt viele Unternehmen besonders im FMCG, welche Influencer für Product Placement bei Youtube bezahlen oder einen anderen monetären Gegenwert bieten. Oder warum glaubt ihr, dass ein Youtuber bzw. eine Youtuberin ein VLog zum Thema „Unboxing Zalando“ macht 😉 – Wenn Unternehmen behaupten sie hätten keinen Einfluss auf Youtuber, worüber diese einen VLog machen, dann ist das genau so als würde ich behaupten ich mag Helene Fischer Musik – völliger Schwachsinn!

Die zweite Möglichkeit ist: sich gekonnt mitten in der Schar der Follower des Influencers zu platzieren. Und mit dem Influencer einen Dialog über das eigene Produkt (oder die eigene Dienstleistung) oder als Affiliate über ein beworbenes Produkt oder eine (beworbene Dienstleistung) zu führen und diesen dahingehend zu beeinflussen, dass der Influencer etwas positives darüber sagt. Aber wieso sollte ein Influencer überhaupt einen Dialog starten? Ego! Das ist die Antwort. Man muss sie bei ihrem Ego packen.

Influencer zeichnen sich besonders durch eine Eigenschaft aus: Geltungsbedürfnis – sie präsentieren sich und ihre Meinung gerne öffentlich. Und Influencer finden es noch toller, wenn man ihre Meinung wertschätzt. Dies ist ein guter Anfang: „Hey, ich hab da so ein Produkt. Und da du zugegebenermaßen ein Spezialist auf dem Gebiet bist, würde ich gerne deine Meinung dazu wissen…“ So in der Art. Das funktioniert vor allem bei selbst ernannten Produktexperten. Jetzt werden einige sagen: „Das ist doch viel zu plump!“ – ja mag sein. Aber meiner Erfahrung nach funktioniert das sehr gut.

Und es gibt noch die dritte Möglichkeit. Allerdings sind die Erfolgschancen sehr gering und es funktioniert mehr für eigene Produkte als für Affiliate Produkte: einfach mal nachfragen, ob der Influencer einen supporten kann. In diesem Fall schickt man dem Influencer kostenlos ein Muster (oder im Falle einer Dienstleistung: man stellt sie ihm vor). Wenn der Influencer anschließend von dem Nutzen überzeugt ist kann es sein, dass er/ sie das Produkt seiner Gruppe empfiehlt.

Aber wie findet man nun Influencer? Nachfolgend 6 Tools, die von Online Marketing Profis benutzt werden um Influencer in Social Media Kanälen zu finden – aber die auch als SEO Tools sehr gut funktionieren:

1. Buzzsumo

Buzzsumo haben wir ja bereits vorgestellt in einem anderen Artikel. Allerdings gibt es bei Buzzsumo auch eine Funktion mit der man Influencer zu einem bestimmten Thema identifizieren kann. Einfach auf den Link hier klicken: Bring mich zu Buzzsumo, um sich ein wenig umzuschauen. Hier kann man nach Influencern, Bloggern, etc. filtern und erhält sofort ein Ergebnis mit Shares, etc.:

Allerdings ist die Anzahl der Suchen in der kostenlosen Version begrenzt. Eine weitere Möglichkeit bietet die Pro-Vesion. Hier hat man die Gelegenheit nach „TOP AUTHORS“ zu bestimmten Themen oder Domains zu filtern. Aber vorsicht: das bezieht sich alles auf Tweets.

2. Buzzstream

Das Ziel von Buzzstream ist Influencer zu identifizieren und sich mit diesen zu connecten. In diesem Zusammenhang fungiert Buzzstream ebenfalls als Datenbank, wo alle Emails – Konversationen mit Influencern gespeichert und analysiert werden. Da es manchmal schwierig und sehr zeitaufwendig ist mit Influencern in Kontakt zu treten ist Buzzstream eine sehr gutes aber kostenpflichtiges Tool um Influencer Listen zu erstellen. Wenn man bei Google nach einem bestimmten Thema sucht, erstellt Buzzstream eine sogenannte „Filter Prospect List“. Sobald diese Liste erstellt wurde, kann man in aller Ruhe nach den Kontaktdetails der möglichen Influencer suchen:

Aber wie gesagt, Buzzstream ist kostenpflichtig, allerdings gibt es eine 14tägige Testphase – erst danach wird man aufgefordert sich für eine der 4 Pricing Optionen zu entscheiden:

3. MozBar

Bei der MozBar handelt es sich um ein Google Chrome Plugin, welches kostenlos von moz.com angeboten wird. Da die meisten Web Developer eher Firefox nutzen wegen der Developer Tools wird spätesten jetzt ein lautes Grunzen zu hören sein 🙂 – aber hey, auch mal offen für anderes sein! Allerdings muss man sich kostenlos registrieren. Wer alle Funktionen nutzen möchte, der kommt nicht umhin ein wenig Geld dafür in die Hand zu nehmen.

Viele Blogger nutzen MOZ.COM für SEO Aktivitäten und mit der MozBar hat man ein sehr gutes Tool zur Hand um einen ersten Eindruck von der Attraktivität einer Website bzw. eines Blogs zu bekommen. Dabei ist die Domain Authority (DA) sehr wichtig. Wenn bspw. ein Blogger auf Twitter eine sehr große Anzahl Follower hat scheint es sich zunächst um einen Influencer zu handeln. Aber nur wenn auch sein Blog eine hohe DA aufweist, kann man sich sicher sein, dass es sich auch wirklich um einen Influencer handelt. Denn letztendlich ist eine Diskrepanz zwischen Twitter Followern und Blog/ Domain Authority ein sehr seltsamer Umstand:

Zusätzlich dazu bietet die MozBar ein Spam Rating (Spam Score) an. Wenn eine Website einen hohen Spam Score aufweist, dann sollte man lieber die Finger davon lassen! Hinzu kommen weitere Informationen, die ganz nützlich sein können: Welche Meta Description und welche Meta Keywords nutzt die Website? Ich finde das Tool cool.

4. ahrefs Content Explorer

ahrefs bietet ebenfalls ein kostenfplichtiges SEO Tool an, wobei das Ziel ist den Content herauszufinden, der am viralsten ist. Hier kann es sich um Backlinks, organischen Traffic oder auch Social Shares handeln:

Auch wenn man nicht sofort auf Influencer trifft, so zeigt ahrefs Content Explorer die populärsten Websites/ Blogs zu einem bestimmten Thema an. Und man kann davon ausgehen, wenn man dies mit der MozBar checkt, dass es sich in vielen Fällen auch tatsächlich um Influencer handelt. Allerdings sprechen wir bei kostenpflichtig nicht von ein paar Euro. Hier geht es direkt ins Eingemachte. Für Privatpersonen, die aus Hobby bloggen – keine Option! Die Lite-Version kostet nach der 14tägigen Testversion 99 $ pro Monat und die Standard-Version 179 $. Japp – kein Schnäpchen…

5. Journalisten als Influencer

Sucht man Unterstützung von Journalisten, dann ist Hey.Press eine gute Anlaufstelle. Allerdings gibt es auch hier eine kostenlose und eine kostenpflichtige Variante. Wenn man sich nicht kostenlos registriert ist die Ansicht zunächst auf 2 Journalisten beschränkt, aber es lohnt sich definitiv sich kostenlos zu registrieren:

Man hat zudem die Möglichkeit eigene Listen zu erstellen und die Suchergebnisse dort einzutragen. Das ist gut um ein wenig Ordnung ins Chaos zu bringen und die Suchergebnisse nach bestimmten Keywords/ Suchkriterien zu ordnen. Allerdings ist dies eine Pro Version:

Wie man sieht hält sich der Preis hier noch einigermaßen im Rahmen. Aber vorsicht: zu viele Abos von verschiedenen Anbietern kann schnell zu einer extremen Kontobelastung führen! Auch deswegen eignen sich viele Tools nur bedingt für den privaten Einsatz.

6. Influencer Marketing Plattform

Es gibt eine Menge dieser Plattformen. Eine sehr gute Übersicht findet sich hier: Und Los Geht’s. Einige der gängigsten sind: Onalytica, TapInfluence, HYPR, Webfluential, Upfluence, and Julius. Diese Plattformen bieten sehr gute Service an, wie bspw. Influencer Discovery, Kampagnen Management, Relationship Management, etc. in Social Media Kanälen wie Youtube, Facebook, Instragram & Co.:

Es bleibt einem im Grunde selber überlassen, welche man nutzen möchte. Aber dieses Plattformen haben auch ihren Preis, da sie meist von großen Unternehmen oder sogar Konzernen genutzt werden. Da finden sich unter dem Klientel schon große Namen wie Samsung, Universal, etc.

Fazit

Letztendlich macht es die Mischung. Aber gerade wenn man als private Person aus Hobby bloggt oder sich ein kleines Unternehmen aufbauen möchte, sollte man große Investitionen vermeiden und sich mit etwas weniger zufrieden geben. Manchmal reicht auch eine einfache Google Suche aus um Influencer zu finden – das darf man nicht vergessen. Einfach mal bei Google die „TOP 10 Youtube Blogger“ eingeben und man erhält schon ganz gute Resultate.

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