in ,

Social Media Marketing TOP 10 Fehler

Welche Fehler Du im Social Media Marketing vermeiden musst!

Jeder macht mal einen Fehler. Man sollte nur aus seinen eigenen Fehlern lernen. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie ich gerade zu Beginn vor Übereifrigkeit strotzte und wirklich alles und jeden mit Informationen, die für mich wichtig waren, zugemüllt habe. Das waren gleich 2 Fehler in einem. Und damit du nicht dieselben Fehler machst, habe ich hier mal die TOP10 meiner persönlichen Fehler zusammengestellt – die fast jeder zu Beginn im Social Media Marketing macht.

Lies dir diese unnützen Fehler in aller Ruhe durch. Du darfst auch ruhig ein wenig Schmunzeln. Wie oft habe ich selbst schon zu mir gesagt: „Nein, nein. Sowas kann mir gar nicht passieren.“ Und am Ende musste ich mir selbst eingestehen, dass ich den gleichen Fehler gemacht habe – nur ein wenig abgewandelt. Egal! Daraus lernen – weitermachen – wieder Fehler begehen. Kein Problem. Denn die Summe all unserer Fehler nennt man ja bekanntlich: Erfahrung 😉

1. Nicht die Menge machts!

Gerade im Social Media Marketing erliegt man oft der Versuchung rund um die Uhr auf Facebook zu posten. Hauptsache man bleibt im Gedächtnis seiner „Freunde“. Und wenn einem selbst nichts mehr einfällt? Tja, dann greift man spontan zu Katzenvideos, Musikvideos oder Memes. Das nennt man unkontrolliertes Zumüllen. Wie sollen deine Facebook Freunde dann noch guten Content von Müll unterscheiden? Gar nicht.

Zunächst einmal sollte man wissen, wann die beste Zeit zum Posten bei Facebook ist und welche Tage optimal sind. Es gibt verschiedene Modell hierfür, letztendlich hängt dies natürlich von dem Profil deiner Facebookfreunde ab. Hinzu kommt, dass weniger oft mehr ist: Qualität vor Quantität. Besser man liest selber noch 3-4x über den eigenen Beitrag bevor man diesen social gehen lässt. Denn Qualität wird am Ende belohnt!

Gerade für Unternehmen stellt sich oft die Frage wie viele Posts sie bei Facebook reinstellen. Dafür gibt es keine Standardantwort. Aber letzten Endes ist es besser einen höchst qualitativen und auf die Interessentengruppe zugeschnittenen Post zu veröffentlichen als 10 für die Leute völlig uninteressante. Hinzu kommt, dass man gerade als Unternehmen sein möglichstes tun sollte, um einen gewissen (hohen) Qualitätsstandard zu halten.

2. Mit Schrotflinten auf Spatzen schießen!

Immer wieder liest man vom sogenannten Omnichannel Ansatz im Marketing resp. Social Media Marketing. Gemeint ist, dass Unternehmen möglichst alle Social Media Kanäle, andere Online Kanäle und nach Möglichkeit auch alle Offline Kanäle nutzen. Gerade Social Media Marketing Agenturen meinen, sie müssten in allen Social Media Netzen auftauchen und auch noch Content hinterlassen.

Da sollte man na Möglichkeit nicht mit der Gießkanne seinen Content auf das breitgefächerte Angebot (Facebook, Instagram, Snapchat, etc.) ausgießen, sondern zunächst einmal überlegen: Was sind eigentlich die relevanten Social Media Plattformen für mich? Wie hoch ist die maximale Reichweite? Wird diese Plattform auch von meiner Zielgruppe genutzt? Was zur Hölle will ich eigentlich für einen Content platzieren? Und noch einige Fragen mehr…

Ohne eine vernünftige Social Media Marketing Strategie wird es hier schnell unüberschaubar und noch viel schlimmer: chaotisch für den Kunden, Prospect, etc. Hinzu kommt der Zeitfaktor. Es ist wichtig seine eigene Zeit nicht auf eine Plattform zu verschwenden, die keine oder zu wenig Conversion bietet. Ein Omnichannel Ansatz macht bei einer gewissen Unternehmensgröße durchaus Sinn – besonders bei etablierten Marken im FCMG. Aber gerade Social Media Agenturen oder Blogger sollten einen Fokus bilden!

3. Was für Facebook gut ist, kann für die anderen nicht schlecht sein!

Auf vielen Online Marketing Websites wird Cross-Sharing empfohlen. Das bedeutet, man postet denselben Content in alle Social Media Plattformen. Man hat beispielsweise einen neuen Post und diesen stellt man bei Facebook, Instagram, etc. ein und erwartet nun, dass dieser durch das Cross-Sharing viral geht.

Oft erlebt man allerdings eine böse Überraschung. Warum? Weil viele Interessenten eben nicht nur auf Facebook mit dir verlinkt sind, sondern auch auf den anderen Plattformen. Das liegt in der Natur der Sache. Nicht umsonst werden Kontakte von der einen Plattform in die andere integriert. Und nun bekommt ein Kontakt deinen neuen Post durch verschiedene Kanäle gleichzeitig. Einige werden sich direkt zugespamt fühlen.

Ein anderes Problem ist, dass manche Posts einfach nicht denselben Effekt mit ihrer Headline bei den unterschiedlichen Plattformen haben und man diese umgestalten sollte. Wenn ich überlege, dass Instagram zu 90% auf dem Handy stattfindet, dann muss die Headline entsprechend angepasst werden. Eine Facebook Ad unterscheidet sich von einer Instagram Ad und das ist auch gut so.

Im Grund gibt es eine einfache Regel um interessant für die breite Masse zu bleiben. Hoch qualitativer Content darf ruhig über alle Plattformen hinweg gepostet werden. Standard-Content sollte zielgruppen-spezifisch sich verbreiten und Low-Content eventuell nur bei einer einzigen Plattform gepostet werden. Meist nutzt man hierfür mittlerweile Facebook.

4. Das ist alles nur geklaut…

Heutzutage fällt es in bestimmten Bereichen sehr schwer noch uniquen Content zu posten. Denkt man. Es gibt doch schon alles. Meint man. Also verfallen viele Blogger der Versuchung und vollführen einen Copy & Paste Mechanismus. Hier und dort werden einige Worte ausgetauscht – und das wars dann. Das solltest du tunlichst unterlassen!

Abgesehen von Urheberrechtsstreitigkeiten kann es schnell zu einem ganzen Shitstorm auf Facebook kommen, wenn deine Follower merken, dass dein Content nur geklaut ist. Klar wird es immer Posts geben, die einem anderen Post ähneln. Das liegt daran, dass es einige Themen gibt, die von vielen Bloggern sehr gerne aufgegriffen werden. Und ich persönlich finde es sehr interessant viele verschiedene Ansichten zu einem bestimmten Thema oder Themengebiet zu lesen. Denn dadurch kommt man auch oft auf eigene Ideen.

Wenn man allerdings anfängt fremden Content zu posten und nichts eigenes einstellt – dann wird es bald vorbei sein mit der „Followerei“. Denn damit leitet man Traffic von seinem eigenen Blog oder der Facebook Site weg zu fremden Gefilden. Und das möchte man ja nicht. Anders verhält es sich, wenn ich bspw. einen sehr guten Post zu einem Thema eines anderen Bloggers gefunden habe und diesen supporten möchte. Dann kann ich selbstverständlich diesen Post so übernehmen wie er ist.

Hierbei kann es sogar zu einem sehr guten Pull-Effekt kommen. Allerdings muss es sich dabei um qualitativ hochwertigen Content eines anderen Bloggers, etc. handeln. Dies schafft zudem Vertrauen, dass man sich selbst ebenfalls weiter umschaut und fortbildet und offen für andere Aspekte des Lebens ist.

5. Lass den User doch auch mal was sagen!

Ein neuer Trend, der sich allerdings noch nicht so durchgesetzt hat ist: UGC (User Generated Content). Im Grunde bedeutet dies, dass ich es auf meiner Website oder meinem Blog zulasse, dass User – registriert oder nicht registriert – eigene Inhalte posten. Hierbei kann es sich um einen einfachen Beitrag handelt, Bilder, Videos, etc. Im Grunde versucht man sich mit den Usern auszutauschen.

Was ist der Vorteil? Gerade im Social Media Marketing ist es wichtig nicht nur seine Zielgruppe zu kennen, sondern auch zu wissen was diese Zielgruppe bewegt. Was ist deiner Zielgruppe wichtig? Worüber macht sich deine Zielgruppe Gedanken? Es gibt mehrere Wege um dies anhand von Mining zu evaluieren. Und eine der erfolgreichsten ist UGC.

Wenn du deinen Lesern, Kunden, etc. die Möglichkeit bietest ihren eigenen Content zu patzieren, dann lernst du sie auch besser kennen und kannst am Ende auch viel besser mit deinem eigenen Content auf sie eingehen. Das schafft eine Verbundenheit, die durch nichts zu ersetzen ist. Auch bei OMP24.CLUB wollen wir demnächst UCG einsetzen. Warum? Einerseits aus den oben aufgeführten Gründen und andererseits, weil es einfach mehr Spaß macht. Interaktion und Wissenstransfer – was kann es geileres geben?!

6. Ich pack dann mal Youtube Videos in Facebook…

Wie oft werden Youtube Videos in Facebook verlinkt – eine unglaubliche Anzahl. Bei Katzenvideos und dergleichen mag dies sofort viral gehen. Bei dem eigenen Product Placement oder Content Placement ist das für deine Fans, Freunde, Kunden, etc. eher nervig. Aber es gibt ja noch eine andere Möglichkeit.

Warum werden Youtube Links geteilt? Weil es bequem ist. Selbstverständlich gibt es die Möglichkeit die eigenen Videos auch auf Facebook direkt hochzuladen. Viele Social Media Marketing Agenturen und Bloggern ist das allerdings zu zeitaufwendig. Aber das ist Quatsch. Letztendlich handelt es sich hier nur um Bequemlichkeit. Und das zu einem hohen Preis. Warum? Weil viele Analysen gezeigt haben, dass Videos, die nicht auf Youtube verlinkt sind, fast 20x häufiger geteilt werden bei Facebook. Na wenn das kein Grund ist die eigenen Videos auch bei Facebook direkt hochzuladen…

7. Think Global – Act Local, mein Freund.

Ein etwas schwieriger Ansatz ist die Lokalisierung von Content, zugegeben. Aber manchmal sollte Content – wenn dieser sehr spezifisch ist – regional gepostet werden. Das bedeutet, dass gewisser Content für ein Publikum in den USA nicht automatisch interessant sein muss für deine Leser aus Indien. Der Fokus liegt einfach auf etwas anderem. Aus diesem Grund kann man ruhig mal, bei regional abhängigem Content, in die Subheadline so etwas wie: „Speziell für den USA Markt“ einsetzen. Das schafft einen regionalen Bezug und man verhindert Spam.

Um sich bei bestimmten Themen nicht regional zu verirren, hilft bspw. Google Trends. Wer dies noch nicht kennt, sollte das sehr schnell ändern. Neben der Keyword Recherche ist Google Trends auch sehr gut um Trends von bestimmten Themen auch regional zu bewerten. Man kann deutlich sehen, wo bestimmte Themen eine signifikante Relevanz aufweisen und dementsprechend reagieren. Das ist selbstverständlich auch wichtig im Social Media Marketing, wenn ich bei Facebook bestimmte Werbung schalte.

8. Und wieder einmal dem falschen Post  Auftrieb gegeben…

Ja, das kann schon mal passieren, wenn man den falschen Ansatz wählt. Viele – mich eingeschlossen – gehen anfangs davon aus, dass man hoch frequentierte Posts laufen lässt und den schwächeren Posts einen Boost verpasst. Schließlich möchte man ja gerade auf Facebook eine kontinuierlich hochqualitative Blog Landschaft aufbauen. Aber das funktioniert einfach nicht. Posts, die auf Facebook schwach laufen – lass sie links liegen. Man muss sich auch einmal eingestehen können, dass das eigene Interesse an einem Post höher war als das Interesse deiner Follower.

Das Gegenteil sollte also gemacht werden! Schau dir die Posts auf deiner Facebook Page an und sieh auf die Facebook Interaktionsrate (sog. Facebook Engagement Rate). Konzentriere dich hier auf die Posts mit der höchsten Interaktionsrate und versuch diese erneut zu pushen. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass dies zu einem erhöhten Interesse innerhalb deiner Social Media Marketing Aktivitäten führt.

9. Keine Zeit oder kein Bock auf Feedback!

Einer der größten Fehler ist das Ignorieren von Fragen oder Kommentaren auf deinen Social Media Plattformen. Selbstverständlich muss man nicht jeden respektlosen Mist aufgreifen und sich damit in eine endlose, wenig konstruktive Diskussion einlassen. Allerdings gerade für Unternehmen, die ihre Marke aufbauen oder pushen wollen ist es wichtig auf Kundenfragen näher einzugehen. Das belegt eine Studie von Sprout Social:

  • 70% der befragten Teilnehmer würden die Produkte/ Dienstleistungen dann kaufen
  • 65% der befragten Teilnehmer hätten demzufolge eine höhere Markenloyalität
  • und 75% würden dann auch ihre eigene Erfahrung mit dem Produkt auf ihrer Plattform posten

Das zeigt wie wichtig es ist auch Kundenfragen auf den Social Media Plattformen einzugehen und seine Kunden, Follower, etc. nicht im Regen stehen zu lassen. Ein Feedback sollte dabei zeitnah erfolgen. Natürlich ist es deinen Followern klar, dass man nicht innerhalb der nächsten 5 Minuten ein Feedback geben kann. Aber kein Feedback zu geben, dafür haben nur die wenigsten großes Verständnis.

10. Authentizität vs. Show

Es wird häufig die Frage gestellt, was eigentlich besser in den Social Media Plattformen ankommt. Soll man besser authentisch sein oder eine Kunstfigur erschaffen? Pauschal ist diese Frage leider nicht zu beantworten. Das ist abhängig von dem eigenen Produkt oder der Dienstleistung. Aus der persönlichen Erfahrung heraus ist Authentizität immer der Show vorzuziehen. Allerdings gibt es Zielgruppen, die eine gewisse Show erwarten. Vielleicht macht es ja die Mitte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

PHP Tutorial für Beginner

WordPress: TOP 8 Anfänger Tipps